Kambodscha

Hallöchen alle miteinander!

ich bring jetzt zwar die chronologische Reihenfolge etwas durcheinander, aber ich schreib euch jetzt über das, was ich dieses Wochenende so erlebt hab. Mein Gehirn ist heute nicht mehr in der Lage sich an das, was ich vor ein paar Wochen gemacht hab, zu erinnern...

Aber mein Gedächtnis reicht noch gut bis Donnerstag zurück. Da haben ich und Marina, meine Backpacker-Trip-Gefährtin (jetzt wisst ihr warum ich immer "wir" schreib) spontan beschlossen, übers Wochenende nach Kambodscha zu reisen. Wir mussten sowieso über die Grenze, da unser Visum alle drei Monate "erneuert" werden muss (unfassbar, bin ich schon drei Monate hier???) und wir dachten: warum nicht die Gelegenheit nutzen, um das nahe gelegene Angkor Wat anzuschauen!

Wir konnten das Angebot von Bosch für einen Visa-Run nutzen und schon am Freitag morgen in einem Company Car nach Aranyaprathet an der Grenze fahren. Normalerweise holt man sich bei einem Visa-Run schnell einen Stempel in den Pass und fährt wieder, aber unsere Chefs waren einverstanden, dass wir den restlichen Tag frei nehmen, um unseren Trip zu starten. Da wir nur sehr wenig Zeit hatten, musste alles gut geplant sein. Wir mussten von der Grenze irgendwie nach Siem Reap kommen, die Stadt, die bei Angkor Wat liegt. Aber wie?? Deshalb haben wir das Internet im Vorfeld durchforstet und sind auf Reiseberichte gestoßen, die uns ehrlich gesagt an unserem Vorhaben zweifeln ließen. Über fürchterliche Abzocke von falschen Beamten am Grenzübergang und Horrorgeschichten von 11-stündigen Busfahrten auf einer staubigen, mit Schlaglöchern übersähten Staub- bzw. Schlammstraße (je nach Wetter) wurde berichtet. Wir waren auf das Schlimmste vorbereitet.

Nach einer entspannten Fahrt im Company Car sind wir dann am späten Vormittag an der Grenze angekommen. Unser Fahrer, ein thailändischer Kollege, mit dem ich bei der Arbeit ab und zu mal ein Schwätzchen halte, hat uns freundlicherweise bis zum thailändischen Grebzübergang geführt. Ab da waren wir dann auf uns allein gestellt. Nach einem oberflächlichen und unnützen Health Check und tausend auszufüllenden Formularen, war es schließlich soweit: wir mussten an den berüchtigten Schalter, um unseren Einreisestempel zu holen und das Visum zu bezahlen. Normalerweise kostet das 20$, aber es heißt, die Beamten kassieren gerne mehr, um es in ihre eigene Tasche wandern zu lassen. Und tatsächlich, als es ans Bezahlen ging, hat unser Beamter zusätzlich 100 Thai-Baht verlangt. 100 Baht?? Ne Mann, nicht mit mir!!! Wäre ich frisch aus Deutschland gekommen hätte ich das wahrscheinlich entnervt bezahlt; man bedenke, das sind gerade mal 2€... Aber für mich ist das inzwischen eine erhebliche Summe Geld!!! Außerdem bin ich Schwabe, da wird gespart wos geht...emotion

Auf jeden Fall haben wir uns nicht klein kriegen lassen und auf unseren 20$ bestanden ("we have called the cambodian embassy!!!". Schließlich hat der Beamte eingesehen, dass bei uns nichts zu holen ist und hat uns mürrisch unsere gestempelten Pässe zurückgegeben. Die erste Hürde hatten wir damit genommen.

Die zweite wartete nach dem Grenzübergang auf uns. Unser Plan war am besten ein Taxi nach Siem Reap zu nehmen, wir wollten uns aber nicht von ominösen "Einreisehelfern", die scharenweise an der Grenze herumlungern, übers Ohr hauen lassen. Um einen guten Preis zu bekommen (ca. 40$) und vor allem um tatsächlich in Siem Reap, und nicht irgendwo anders zu landen, machten wir uns mit einem Belgier und einem Ami, die wir am Schalter aufgegabelt hatten, auf die Suche nach einem vertrauenswürdigen Taxifahrer. Als wir schließlich auf einen Parkplatz mit mehr oder weniger offiziellen Taxis kamen, stürmten zig Taxifahrer wie die Geier auf uns zu und quatschten uns alle gleichzeitig voll. "Where you go, where you go? Phnom Phen, Siem Reap?? 60$! Siem Reap, 30$!". Moooooment. Siem Reap 30$? Hatte etwa ein Taxifahrer tatsächlich angeboten uns für 30$ nach Siem Reap zu fahren?? Alle zusammen?? Vier Personen? Wir waren so perplex, dass wir zusagten und gar nicht erst versuchten noch zu verhandeln. Ich war misstrauisch als das Taxi losfuhr, das ging ja zu einfach. Aber ich machte mir umsonst Gedanken. Der Taxifahrer fuhr ohne Umwege und ohne zusätzliche Kosten zu erheben, nach Siem Reap. Ich hatte gelesen, die Straße nach Siem Reap ist eher eine Art breiter Feldweg mit Schlaglöchern so tief wie der Grand Canyon. Aber diese Berichte waren schon ein paar Jahre alt und ich möchte an dieser Stelle das Gerücht der Horrorstraße mal aus der Welt schaffen. Der aktuelle Stand vom 25.5.2009 ist: die Straße von Poipet nach Siem Reap ist durchgehend einwandfrei ausgebaut und mit dem Taxi braucht man nicht mal zwei Stunden für diese Strecke. Es heißt, eine thailändische Fluggesellschaft, die Siem Reap anfliegt, hat der kambodschanischen Regierung jahrelang Schmiergeld zugesteck, um den Ausbau der Strecke zu verzögern. Tja, so läuft das eben in Südostasien...

Vollkommen problemlos sind wir dann nach Siem Reap gekommen. Hmm. Aber wo bleibt denn da das Abenteuer? Kein Scheiß, wir hatten uns wirklich auf einen krassen Trip eingestellt... Naja, wenn man bedenkt, dass eine unerträgliche, stundenlange Busfahrt und zu viel ausgegebenes Geld unser Abenteuer hätte sein können, bin ich ganz froh, dass es so gelaufen ist. Wenn man in solchen Touri-Gegenden in Südostasien unterwegs ist, darf man kein Hollywoodfilm-Abenteuer erwarten. Man erlebt unfreiwillig höchstens das ich-hab-Abzocke-und-ne-Horrorbusfahrt-überlebt-Abenteuer, das man als Abenteuer bezeichnet damit es sich besser anhört. Eigentlich ist es richtig beschissen sowas zu erleben und man sollte es vermeiden. Und mal ehrlich, wer so doof ist und sich in der Khao San Road, wo sich der Abzocker-Abschaum Thailands versammelt, einem Scam Bus nach Siem Reap anschließt, ist selber Schuld. Aber dann bitte keine Horrorgeschichten verbreiten.

Mit einem Tuktuk sind wir dann zu unserer Unterkunft gekommen, wieder mal ein supertolles Guesthouse mit einem affengeilen Frühstück inklusive. Über den "Manager" des Tuktukfahrers (in Kambodscha gibts für alles einen Job...), haben wir dann noch einen privaten Tuktukfahrer für unsere Angkor Wat Tour organisiert.

Am späten Nachmittag gings dann auch schon los: mit der Ein-Tageskarte, wenn sie nach halb Fünf gekauft wird, kann man schon am Vortag einen Sonnenuntergang von dem am höchsten gelegenen Tempel von Angkor bestaunen. Leider hat es, als wir uns an die Erklimmung des Hügels machten, in Strömen geregnet, was das ganze zu einer ziemlich naßen und glitschigen Angelegenheit gemacht hat. Aber ich hatte meine Regenjacke an und der Tuktukfahrer hatte mir vorher noch einen zwar häßlichen, aber sehr nützlichen Regenschirm in die Hand gedrückt. Unten naß, oben trocken sind wir dann an der Tempelruine angekommen. Ich kann gar nicht richtig beschreiben, wie das Ding ausgesehen hat, irgendwas zwischen asiatischem Tempel und Maya-Pyramide. Auf jeden Fall sehr beeindruckend... Beeindruckend war auch unsere Leistung, auf die Spitze des Tempels zu kommen, da wir abgewetzte, glitschige, extrem schmale, aber hohe Stufen hochkraxeln mussten (barfuß, das ist der Trick, dann gehts). Oben angekommen, hatten wir einen gigantischen Ausblick über den uns umgebenden Dschungel und einen Stausee in weiter Ferne. Leider war der Himmel wolkenverhangen, so dass wir einen Sonnenuntergang nur erahnen, aber nicht wirklich sehen konnten. Aber schön wars trotzdem. Beim Zurückfahren wurds dann noch gruselig. Wir sind durch den dämrigen Dschungel gefahren, vom Regen sind rings um uns Nebelschwaden aus dem Wald aufgestiegen und auf einmal hör ich ein echt seltsames Geräusch, wie von einer weit entfernten Kreissäge. Es fängt leise an, wird richtig laut und dann wieder leiser, bis mans nicht mehr hört. Irgendwann haben wir unseren Fahrer nach dem Ursprung des Geräusches gefragt und der hat uns dann erklärt, dass besondere Grillen, die in den Bäumen sitzen, diese Geräusche machen. Immer diese exotischen Viecher...

Abends sind wir dann noch in die Stadt zu Essen gegangen. Wir haben natürlich original Khmer Küche probiert und es war absolut lecker! Ich weiß, ich wiederhol mich in meinen Beschreibungen bezüglich des Essens, aber es kommt immer wieder was, das genauso gut schmeckt. Auf jeden Fall, das war unter anderem ein Gericht, das sich AMOK nennt (falls ihr jetzt an Amoklauf denkt, man spricht es A MÓK, mit Betonung auf O; ich weiß ganz genau, dass ihr jetzt grad alle gedacht habt: hihi, die hat was gegessen, das Amok heißt...emotion). Und ich hab sogar das Rezept...

Anschließend sind wir noch auf den Nachmarkt, ein schöner, gechillter Markt auf dem ich ein paar nette Souvenirs gekauft hab. Muss auch mal sein. (Gell, Marina;-)

Am nächsten Tag gings dann nach einem, wie schon gesagt, affengeilen Frühstück los Richtung Angkor Wat. Angkor Wat ist übrigens nur der größte und berühmteste Tempel, alles andere gehört nicht zu Angkor Wat, sondern zu Angkor Thom, der "großen Stadt". Welcher Anblick uns dann in Angkor Wat erwartet hat, könnt ihr euch vielleicht vorstellen, immerhin ist dieser Anblick welberühmt und millionenfach auf Fotos festgehalten. Wie gesagt, es ist schwer zu beschreiben, was ich gesehen habe, drum hoff ich, dass ich euch bald die Fotos ins Studivz stellen kann. Und wenn ich wieder daheim bin, mach ich nen Diavortrag über die Geschichte und andere Infos über Angkor (d.h. ich les aus meinem Lonely Planet voremotion).

Nachdem wir eineinhalb Stunden durch die riesige Tempelanlage gewandert sind, gings weiter zum Bayon, das von einem anderen König erbaut worden lassen ist und deshalb einen anderen Stil als Angkor Wat hat. Von jedem "Turm" aus schauen riesige Gesichter in alle vier Himmelsrichtungen. Was der König wohl damit bezwecken wollte? Dass sich die Gläubigen ständig beobachtet fühlen? Wer weiß...

Mein persönliches Highlight war schließlich Ta Prohm, eine ruinöse Tempelanlage mitten im Dschungel. Hier hat sich die Natur wieder zurückerobert, was sich die Menschen dort vor über eintausend Jahren genommen haben. Halb zerfallene, von Moos überwachsene Säulengänge, von Bäumen überwucherte und von Wurzeln gesprengte Mauern schaffen einen fantastischen Anblick. Mit einer typischen Urwald-Geräuschkulisse fühlt man sich dann tatsächlich wie ein Entdecker... wenn man die japanischen und chinesischen Tourigruppen, die einem unglücklicherweise immer wieder über den Weg laufen, ausblenden kann (die wollten Fotos mit mir!!! Da kam einer her, hat sich neben mich gestellt und ein Foto gemacht! Und auf einmal war ich von so kleinen, wuselnden Chinesen umgeben, die alle ein Foto mit mir gemacht haben! Das war so schlimm! Ich hab mich gefühlt wie im Zoo. Ui, guck mal, n Europäer!!). Hier war übrigens auch die Location zum Film Tomb Raider...

Nach gefühlten tausend Tempeln und mind. 3 Litern Flüßigkeitsverlust sind wir dann Abends glücklich, aber total geschafft wieder im Guesthouse angekommen. Nach einer kleinen Pause sind wir in die Stadt und haben den Abend in einem Restaurant, wo es noch eine traditionelle khmer Tanzaufführung zur Unterhaltung gab, ausklingen lassen.

Am nächsten Tag gings auch schon wieder heim, im Bus, und auch hier muss ich sagen: die Busfahrt ist nicht annähernd so schlimm, wie es immer heißt. Sie ist sogar sehr angenehm, find ich zumindest, weil ich noch viel von der Landschaft gesehen habe. Kambodscha ist ein wunderschönes Land, ähnlich wie Thailand, nur etwas, naja weitläufiger und vielleicht ursprünglicher. Klar, Kambodscha ist wegen seiner blutigen Vergangenheit entwicklungstechnisch ziemlich zurückgeworfen und um einiges Ärmer, das merkt man auch (die Händler versuchen viel hartnäckiger als in Thailand einem Ramsch anzudrehen). Aber ich empfehle jedem, sobald wie möglich nach Kambodscha zu kommen, dann erlebt man noch dieses Ursprüngliche. Denn ich denke, Kambodscha wird sich rasend schnell entwickeln, hin zu einem Pauschal-Tourismus Land in dem man bequemerweise alles organisiert bekommt und dann dasselbe macht wie jeder andere Tourist... Siem Reap z.B. ist eine reine Touri-Stadt (merkt man an den Preisenemotion). Eine sehr schöne Stadt, aber halt, naja... ihr wisst schon was ich mein...

Wo war ich? Ach ja, die Busfahrt. Also, nicht so schlimm wie gedacht, und für 6$ absolut ok. In einer kleinen Stadt haben wir einen kurzen Zwischenstopp gemacht (warum auch immer). Als ich aus dem Bus ausgestiegen bin, hat mich sofort eine Schar Kinder belagert, die mir Früchte, Baguette und gebratene Heuschrecken andrehen wollten. Mein "uäähh, no thanks" auf letzteres wurde von den Kindern mit einem fetten Grinsen kommentiert. Ich hab mich aber schließlich breitschlagen lassen, eine Tüte Mango zu kaufen. Mei, die Nummer mit den Kindern zieht halt... auch später dann im Bus durften die Kinder noch verkaufen und ein kleines Mädchen hat mich mit großen Augen erweicht einen Bund Litschies zu kaufen.

Das war dann auch schon mein Trip nach Kambodscha. Ein bisschen kurz, aber ich bin froh, dass ich es gemacht hab. Zu wenig Kohle, zu wenig Zeit und Horrorstories aus dem Internet haben mich glücklicherweise nicht davon abgehalten, dieses schöne Land zu bereisen. Dieses Wochenende werd ich sicherlich nicht so schnell vergessen!

5 Kommentare 24.5.09 21:50, kommentieren

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Sukhothai

Nachdem ich ein paar aufregende Tage in und um Chiang Mai verbracht hatte, musste ich schließlich Abschied nehmen. Denn ein Reiseziel lag noch vor uns: Sukhothai, eine alte Ruinenstadt und erste Hauptstadt Thailands. Wir sind mit dem Bus hingefahren, ungefähr fünf Stunden. Das war eigentlich eine sehr angenehme Fahrt, bei der ich meine Musik hören und mir die tolle Landschaft anschauen konnte. Außerdem hab ich schon viel schlimmere Busfahrten überstanden (ich sag nur POLEN). In New Sukhothai sind wir dann in einem Guesthouse untergekommen und wieder haben wir einen Volltreffer gelandet, weil dieses wunderschöne Guesthouse (das hieß übrigens Sukhothai At Home) mit seinem zum Palmengarten offenem „Wohnzimmer“ wirklich eine Oase der Ruhe war. Ich weiß, hört sich kitschig an, aber wenn man in Pattaya wohnt, dann kommt einem ein solcher Ort tatsächlich wie das Paradies vor…
Da der halbe Tag schon vorbei war und wir nicht mehr groß was unternehmen wollten, sind wir einfach mal durch die Stadt gelatscht. „Stadt“. New Sukhothai lässt sich wohl am treffendsten als Kaff bezeichnen. Nicht besonders groß, nicht wirklich was Besonderes zu sehen und schon sehr ländlich angehaucht. Auf den Straßen waren auch so gut wie keine Leute zu sehen. Das lag aber wohl daran, dass es brutal heiß war, so um die 40°. Deshalb sind wir dann auch bald wieder zurück ins Guesthouse, um uns mit einer kalten Dusche und Ananasshakes abzukühlen. Den restlichen Tag hab ich dann gemütlich in einem Liegestuhl auf der Veranda verbracht, gelesen und ab und zu mit dem süßen kleinen Welpen unserer Gastgeber gespielt. Auch zum Abendessen konnten wir im Guesthouse bleiben, da praktischerweise ein kleines Restaurant dabei war. Und das Essen da war wirklich absolut lecker!! Eines der besten Sachen, die ich hier bis jetzt gegessen habe…

Am nächsten Tag hieß es dann Sightseeing in Old Sukhothai. Am Eingang des Ruinenparks konnte man Fahrräder mieten und so sind wir dann auf klapprigen, rosanen Drahteseln durch den Park geradelt. Überall standen zerfallene Tempel, riesige Steinchedis und natürlich Buddhas in allen Größen und Formen, umgeben von einer gepflegten Landschaft mit hohen Bäumen und Seen. Schließlich haben wir noch eine längere Fahrradtour ins Umland gestartet, da außerhalb des Parks einige kleinere Ruinen verstreut waren, manchmal direkt an der Straße, manchmal versteckt im Wald. Um die Ruinen zu finden, hieß es, sollten wir immer der Straße folgen. An der ersten Kreuzung wars dann aber schon wieder vorbei mit der Orientierung. Wir sind dann einfach mal den roten Pfeilen auf der Straße gefolgt, fest davon überzeugt, dass wir in die richtige Richtung fahren. Irgendwann haben wir dann aber gemerkt, dass diese Pfeile auf beiden Straßenseiten waren und einfach in jede Richtung zeigen. War klar… Aber wir haben dann schnell den richtigen Weg gefunden und sind schließlich wieder im Park angekommen. Rast haben wir in einem kleinen Cafe am Straßenrand gemacht, wo ich einen unglaublich guten Limonen-Mangoshake, mit Mangos aus der hauseigenen Plantage, getrunken hab…
 

Das war dann leider auch schon der letzte Tag meines Nordthailand-Trips. Am nächsten Tag gings wieder mit dem Bus über Bangkok zurück nach Hause, wo uns Songkran in seinen letzten Zügen erwartet hat. Das hieß Mega-Stau und ein paar wenige, die es noch nicht müde waren Wasser zu spritzen. Am Ende wars einfach nur nervig…
 

Insgesamt war die Woche ein echtes Erlebnis. Songkran, Chiang Mai, Dschungel, Sukhothai und v.a. endlich mal wieder grüne Natur! Man merkt halt doch, ich bin ein Kind vom Land…

12.5.09 14:50, kommentieren

Chiang Mai

Hallo Leute!

Ich weiß, hab länger nichts mehr von mir hören lassen, aber ich war in letzter Zeit ein bißchen schreibfaul. Ein Fehler, denn ich hab in den letzten paar Wochen wieder so viel erlebt von dem ich euch erzählen möchte, dass ich wahrscheinlich die ganze Nacht hier sitze... mal schauen wie weit ich heute komm

Dann fang ich am besten da an, wo ich letzes Mal aufgehört hab...

Chiang Mai

Es heißt, ein Stopp in Chiang Mai ist ein absolutes Muss für jeden Thailand-Backpack-Trip und ich kann jetzt auch verstehen warum. Umgeben von tropischem Dschungel und Bergen, mit Wassergräben, Stadtmauern und Tempeln wohin man schaut, ist Chiang Mai eine Stadt, in der man das Gefühl hat, Thailand wirklich zu erleben. Obwohl es die größte Stadt in Nordthailand ist (und obwohl ich während Songkran dort war), herrscht in Chiang Mai ein sehr gechilltes und gelassenes Flair, weshalb ich mich dort gleich wohl gefühlt habe. Das lag vielleicht auch daran, dass wir in einem, wie schon gesagt, sehr schönen und chilligen Backpacker-Hostel untergekommen sind. Das hieß glaub ich Gongkaew oder so... kann ich auf jeden Fall nur weiterempfehlen!!

Zugegeben, abgesehen von der Songkran-Sightseeing-Tour auf dem Baht-Bus und zwei abendlichen Ausflügen zum Nachtmarkt, hab ich in Chiang Mai selbst nicht wirklich was gemacht... da Songkran drei Tage lang gefeiert wurde, hatte man eigentlich keine Chance außerhalb des Hostels trocken zu bleiben und da vergeht einem ehrlich gesagt die Lust, was zu machen.

Trotzdem haben wir uns am zweiten Tag unseres Chiang Mai Aufenthalts  aus unserem Hostel gewagt, um einen Berg-Tempel in der Nähe anzuschauen. Nachdem wir es tatsächlich geschafft hatten, ein paar Straßen lang unbemerkt und trocken zu bleiben, hatten wir leider das Pech in ein Tuktuk mit einem besonders witzigem Fahrer einzusteigen. Der fand nämlich, dass wir noch viel zu trocken seien und hat uns direkt auf die Fest-Hauptstraße gebracht, also da, wo die wasserspritzenden, nein, kübelschüttenden Thais am meisten gewütet haben. Ich bin mir sicher, es hätte einen anderen Weg gegeben, aber es ist wohl ungeschriebenes Gesetz, dass man als Tourist während Songkran triefend naß sein muss. So sind wir dann, noch leicht feucht, nach einer halben Stunde Fahrt am Wat Doi Suthep angekommen. Der Tempel liegt auf diesem Berg, weil der Legende nach sich dort mal ein weißer Elefant zum Sterben hinbegeben hat. Vielleicht is er ja gestorben, WEIL er diesen Berg hochgelatscht ist... Naja, für uns hieß das auf jeden Fall erstmal viele Stufen steigen. Wie bei jedem Tempel führen von riesigen, bunten Wasserschlangen, den Naga, eingerahmten Treppen zum Tempelgelände. Von dort aus hat man einen sagenhaften Blick auf Chiang Mai und das grüne Umland. Wir sind dann ein bißchen auf dem Gelände herumgelaufen und schließlich in das Herzstück der Tempelanlage gelangt, wo ein riesiger, goldener Chedi steht. Obwohl ziemlich viele Leute da waren, war es sehr angenehm. Es waren hauptsächlich Thais dort, die gebetet und meditiert haben, was für eine entspannte, ruhige Atmosphäre gesorgt hat. Ich fand es sehr interessant, naja, Buddhismus live zu sehen. Mit einer Lotusblüte oder Räucherstäbchen in den zusammengelegten, zur Stirn geführten Händen, wandern die Menschen um den Chedi oder knien meditierend vor einer der unzähligen Buddha-Firguren. Dabei haben sie einen so sanften und friedlichen Gesichtsausdruck... kaum zu glauben, dass eben diese Menschen ein paar Kilometer weiter gefeiert haben wie die Wilden. Ich glaube, der ursprüngliche Gedanke hinter Songkran ist, Buddha zu ehren, indem man aus kleinen silbernen Schälchen Wasser auf Buddhafiguren und vielleicht auch mal seinen Nebenmann spritzt. Aus den kleinen Schälchen sind halt dann im Laufe der Zeit Wasserkübel und Feuerwehrschläuche geworden...

Den Abend haben wir dann wieder im Hostel ausklingen lassen, wo uns ein paar der anderen Gäste mit Songs auf der Gitarre unterhalten haben (Hotel California...).

Dschungel

Nach zwei Tagen Dauernäße, haben wir uns dann doch gefreut aus Chiang Mai flüchten und unsere Trekking Tour im Dschungel antreten zu können. Doch zu früh gefreut! Da der Baht-Bus, der uns in den Dschungel transportiert hat, teilweise offen war, blieben wir nicht von den Wasserattacken verschont und mussten uns auf der zweistündigen Fahrt immer wieder auf einen Schwall kalten Wassers gefasst machen. Wir sind dann schließlich bei einer kleinen Hütte mitten im Nirgendwo abgeladen worden. Die Gruppe, mit der wir unterwegs waren, war ein guter Mix aus Französinnen, einer Kanadierin und einem australischem Pärchen. Leider war die Tour etwas unorganisiert, weshalb wir erstmal gar keinen Tour-Guide hatten und warten mussten. Wir haben dann aber von der Dame... der Hütte (die die Mutter unserer Fahrerin war) ein einfaches, aber sehr leckeres Mittagessen bekommen. Schließlich hat sich der Bruder der Fahrerin angeboten, uns durch den Dschungel zu unserem Nachtlager zu führen. Der Typ war witzig. Tom hieß er und 18 Jahre alt. Als ich gesehen hab, dass er in Flip Flops losmarschiert, dachte ich erst, dass wird wohl kein so anspruchsvoller Trekk. Typischer Touri-Trekk halt.

Da hab ich mich aber geirrt. Wir sind erstmal zwei Stunden steil bergauf gewandert, auf rutschigen und schmalen Pfaden. Und das bei 35°C!! Von diesem Abschnitt weiß ich nur noch, dass ich gekeucht und literweise geschwitzt hab. Aber was für ein geiles Gefühl, wenn man auf der Spitze des Berges steht und mit einem atemberaubenden Blick auf den Dschungel belohnt wird. Und mit einer Litschiplantage!!! Da war tatsächlich mitten im Dschungel ein Feld mit Litschibäumen, was wir natürlich genutzt haben, um uns zu stärken. Nach ca. weiteren eineinhalb Stunden sind wir dann schließlich in unserem Lager für die Nacht angekommen. Das war eine sehr einfache Hütte, einsam gelegen auf einem schmalen Bergrücken. Wir haben alle in der Hütte geschlafen, auf einfachen Matten unter Moskitonetzen. Die Klos und Duschen waren zwar... primitiv, aber nach dieser langen Wanderung purer Luxus. Ich hatte ja Schlimmeres erwartet. Abends ist dann auch mal unser Guide aufgetaucht und hat uns bekocht und schließlich noch mit einem UNO Spiel unterhalten.

Am nächsten Tag gings dann nach einem leckeren Frühstück auf zum Elefantencamp. Wieder ist mitten im Dschungel ein kleines Tal mit einem Flußlauf und einer Lichtung aufgetaucht, wo schon die Elefanten mit ihren Sitzen auf dem Rücken für uns bereit standen. Aber ich wär ja nicht ich, wenn ich mich wie ein gewöhnlicher Touri auf den Sitz setzen würde;-) Der Guide hat mir angeboten, dass ich auf auf dem Nacken des Elefanten reiten könnte und da war ich natürlich sofort dabei. Zugegeben, mir war schon ein bißchen mulmig als der Elefant losgestapft ist und ich in drei Metern Höhe auf seinem Nacken hin und her geschwankt bin. Vor allem, unser Elefantentreiber is ziemlich lässig hinter uns hergelaufen und ich bin ja jetzt auch nicht so geübt im Elefanten lenken... noch lustiger war der Mahout von dem australischen Pärchen. Der hat den Elefanten einfach laufen lassen und ein kleines Nickerchen am Fluß gemacht. Aber obwohls ein bisschen verplant gewirkt hat, wusste unser Elefant schon, wos hingeht. Im Grunde ist der eigentlich nur über die Lichtung gestapft und hat alles gegessen, was im Weg stand. Der hatte halt noch kein Frühstück. Richtig Muffensausen hab ich bekommen, als der Elefant versucht hat halsbrecherisch steile Abhänge am Rand der Lichtung hinunterzuklettern, um auch an die saftigsten Blätter zu kommen. Ich hatte nicht Angst, dass ich von seinem Hals runterrutsch, sondern dass der ganze Elefant da runter fällt!! Aber von oben hat das wohl schlimmer ausgesehen als es eigentlich war und es war wirklich ein riesen Spaß!

Der nächste Teil der Wanderung war zwar nicht ganz so anstrengend wie am Vortag, hat mich aber trotzdem ganz schön ins Schwitzen gebracht. So war ich dann froh, dass wir an einem Flußlauf mit einem kleinen Becken, wo ein paar Kinder gebadet haben, Pause gemacht haben. Da meine Klamotten sowieso vollkommen durchnäßt waren, bin ich einfach in Shorts und T-Shirt ins angenehm kühle Wasser getaucht. Mittagessen gabs dann in einem kleinen Dorf. Dort hatte ich dann genügend Zeit mich zu trocken, aber nur um danach wieder naß zu werden. Mit einem Baht-Bus gings weiter zur nächsten Station, Wildwasserrafting und Bamboorafting. Der Fluß war nicht ganz so "Wildwasser", weil er zur Trockenzeit einfach zu wenig Wasser führt, aber war trotzdem witzig. An dem Fluß haben wirklich hunderte von Thais gebadet und dort ihren freien Tag genossen. Wir sind teilweise echt durch ein Meer aus planschenden Kindern geschippert. Irgendwann sind wir dann selber ins Wasser gesprungen und haben uns treiben lassen...

Am Ende haben wir dann vom Gummiboot auf einfache Bambusfloße gewechselt und den letzten Teil des Trips angetreten. Auch hier war der Fluß teilweise so niedrig, dass wir stecken geblieben sind. Ich und meine "Sitznachbarin", eine Amerikanerin, die auch im Bus war, mussten dann ins Wasser und das Floß anheben um weiter zu kommen...

Auf dem Heimweg nach Chiang Mai hat uns dann Songkran wieder eingeholt. In der Stadt war es schon vorbei, aber in den Dörfern, durch die wir gefarhen sind, wurde das noch immer lebhaft zelebriert. Da standen sie dann schon immer mit ihren Wasserkübeln und Schläuchen am Straßenrand... Ihr glaubt nicht, was für eine Wucht so eine Ladung Wasser haben kann! Das war immer voll der Schock. Wer nach vorne raussehen konnte, hat uns immer gewarnt: "Attention on the right side", "Attention on the left side", "Oh no, on both sides..."

Wir haben die Nacht dann wieder in unserem Hostel verbracht. Und glaubt mir, so tief und fest hab ich selten geschlafen...

So, jetzt denk ich, is genug für heut. Freut euch schon mal auf Stories von Sukhothai, der ersten Hauptstadt Thailands, meinen Tauchkurs und meinen Trip zum River Kwai... bis dann!!

11.5.09 20:22, kommentieren

Songkran

So. jetzt meld ich mich doch schon frueher als gedacht. In dem netten, kleinen Hostel, in dem ich gerade bin, hab ich praktischerweise Internetzugang. Das Hostel ist echt wahnsinnig toll. Das liegt mitten in der Stadt, aber in so einer gartenaehnlichen Anlage. Total schoen und super nette Besitzer. Mit einer offenen Huette, in der sich abends die Backpacker  treffen.

Nachdem ich jetzt ja schon oft gehoert habe, dass Songkran hier in Chiang Mai megamaessig mit Wasserschlachten gefeiert wird, hab ich heute am eigenen Leib erfahren, was das wirklich heisst. Und ich kann euch sagen, sowas hab ich vorher noch nie erlebt!!!

Als wir im Hostel angekommen sind, haben wir uns erstmal in unserem Zimmer eigerichtet. Gleich darauf  aber sind zwei ueberdachte Pickup-Trucks mit Tonnen voller Wasser in die Hofeinfahrt gefahren, um Songkran-feierwillige Gaeste ins Zentrum des Wasser-Infernos zu fahren. Keine Frage, da sind wir natuerlich sofort dabei gewesen.

Mit ein paar Thais, Australiern, einem Amerikaner und einem Deutschen sind wir dann Richtung Wassergraben gefahren (Chinag Mais Altstadt ist von Wassergraeben umgeben). Zu diesem Zeitpunkt war ich schon vollkommen nass, da schon in der Hofeinfahrt mit Wasser um sich gespritzt wurde. Was mich dann aber in der Hauptstrasse erwartet hat, hat mich fast umgehauen. Tausende von Leuten waren auf den Strassen unterwegs, zu Fuss oder in Pickups, bewaffnet mit Kuebeln voller Wasser und Wasserpistolen... nein, KANONEN!!! Und dann gings richtig ab. Wir haben von unserem Gefaehrt aus mit Wasser um uns geworfen, waehrend alle um uns herum das selbe gemacht haben. Wassernachschub gabs ununterbrochen, da einfach das Flusswasser benutzt wurde. Das waere ja noch angehnem gewesen, da das Flusswasser warm war (ok, das war ne ziemliche Bruehe...). Aber die ganz Fiesen (u.a. wir) haben riesige Eisbloecke in die Wassertonnen getan, so dass das Wasser eiskalt war.

Spaeter war ich dann auf dem Dach des Pickups gesessen und hab mich somit selber zum besten Ziel fuer die Wasserbomben gemacht. Ich habe ungefaehr alle drei Sekunden einen Kuebel eiskalten Wassers ins Gesicht oder in den Nacken bekommen. Obwohles hier gerade 35 Grad hat, hab ich schon nach kurzer Zeit elendig gefroren. Trotzdem, ich hatte noch nie so einen riesen Spass daran nass zu werden!

Nachdem wir dann ein paar Runden in der Stadt gedreht hatten (was eine sehr gute Sightseeingtour war), bin ich dann nass bis auf die Knochen wieder im Hostel angekommen. Inzwischen bin ich aber wieder trocken und geniesse den restlichen Abend in einer gemuetlichen, internationalen Backpackerrunde...

 

1 Kommentar 13.4.09 14:23, kommentieren

Reisefieber

Da fällt mir ein: das war jetzt für die nächsten sieben Tage mein letzter Eintrag, da ich nächste Woche Urlaub habe (wegen dem thailändischns Neujjahrsfest, Songkran) und die Zeit nutze, um nach Chiang Mai im Norden zu reisen.

Mal schauen wie das wird. Geplant ist Sightseeing, Trekking Tour im Dschungel und Überleben.

Ja, ich meins ernst (naja...). Erstens mal, weil es zu Songkran den Brauch gibt, infernalische Wasserschlachten zu veranstalten, und zweitens... MALARIA!

Die Krankheit, vor der alle Tropenreisenden gewarnt werden... (die Pharmaindustrie will halt auch n bisle Geld verdienen...)

Ich hab mich natürlich schlau gemacht (ich liebe klugscheißen...). Wusstet ihr, dass Malaria ein Parasit ist, der rote Blutkörperchen zerstört? Es gibt keinen Impfstoff dagegen und wenn mans mal hat, bleibts...

Es soll sogar Menschen geben, die dagegen immun sind. Irgendwo im tiefsten Afrika. Die haben eine Erbkrankheit, bei der die roten Blutkörperchen anders geformt sind und deshalb nicht zerstört werden können.

Es gibt Prophylaxe, wozu die allerdings gut sind, hab ich nicht herausgefunden. Man kann nämlich totzdem erkranken, auch wenn man die nimmt.

Für Thailand ist die Malariagefahr nicht besonders hoch (der Apotheker hat erstmal gelacht, als wir nach Malaria gefragt haben...). Deshalb hab ich beschlossen, für meinen Trip keinen zu nehmen, in der Hoffnung, dass vielleicht einer meiner Vorfahren Mitglied eines afrikanischen Ureinwohnerstammes war. Und die Nebenwirkungen der Prophylaxe erscheinen mir ehrlich gesagt schlimmer als die Krankheit selbst...

Na dann, falls ich mich doch nicht mehr melde, wisst ihr ja was passiert ist...

Ich bin im Urwald geblieben, um mit den Affen zusammenzuleben

2 Kommentare 12.4.09 19:55, kommentieren

Katze dünsten

Kennt ihr diese Situationen, in denen man eigentlich ernst sein sollte, man dann aber, durch welche Umstände auch immer, an etwas sehr witziges erinnert wird? Und sich dann, so wie ich, sehr beherrschen muss, um nicht loszulachen?

Ja, das ist mir erst bei der Arbeit passiert. Ich musste mal wieder in China anrufen. Weil ich schon zig mal vergeblich versucht habe meinen Ansprechpartner zu erreichen, dachte ich mir, versuch ichs mal bei der anderen Konatkperson. Ich hab ihn erreicht und erklärt, dass ich eigentlich mit seinem Kollegen sprechen wollte. Da hat er gemeint er macht das schnell klar. Dann hör ich, wie er auf chinesisch was quer durchs Büro schreit und es auf chinesisch genauso laut wieder zurückkommt...

Wer jetzt wissen will, wie sich das in etwa angehört hat und warum ich fast lachen musste, darf mal auf diese Seite schauen:

http://www.myvideo.de/watch/4267401/Paul_Panzer_Katze_Duensten_china_Restaurant

 Die Szene kommt ganz am Ende...

1 Kommentar 12.4.09 19:28, kommentieren

Inseln überall...

Es ist Wochenende und da kann es natürlich nicht anders sein: es regnet. Eigentlich sollte die Regenzeit erst im Mai anfangen, aber da ich ja jetzt da bin, fängt das ganze eben schon im April an. Aber eigentlich ist das nicht so schlimm. Falls ihr euch gerade wasserfallartige Regenströme à la Tokyo-Hotel-Monsun-Video (uuähh...) vorstellt: ja, es sieht tatsächlich so aus, dauert aber meistens nur ne viertel bis halbe Stunde. Und weils ENDZ heiß ist, trocknet das ganze auch ganz schnell wieder. Aber heute hat es zum ersten mal längere Zeit geregnet.

Trotzdem hab ich heute den Tag genutzt. Da ich bald eine Woche frei hab, wegen den thailändischen Songkran Feiertagen (da fälllt mir ein: is bei euch grad Ostern???), werd ich die Zeit nutzen und in den Norden Thailands reisen. Das musste natürlich erst mal alles gebucht werden. Schwere Geburt, sag ich euch, zu dieser Zeit ist ganz Thailand unterwegs...

Anschließend hab ich mir dann noch ne Fußmassage gegönnt (und von der netten Thailänderin dann noch gratis eine Schultermassage bekommen).

Aber es gibt natürlich auch noch andere Möglichkeiten, das Wochenende zu verbringen und davon erzähl ich euch jetzt mal ein bisschen (vorsicht: Neidgefahr.

Ko Samet

Die erste Insel, auf der ich und meine zwei Bosch-Kolleginnen waren, heißt Ko Samet (Ko heißt übrigens Insel...). Nachdem der Strand in Pattaya ja nicht unbedingt für Urlaubsfeeling sorgt, wurde es mal Zeit, einen Traumstrand zu besuchen.

Man fährt ca. eine Stunde mit dem Auto und dann eine halbe Stunde mit dem Schiff zur Insel. Schon von weitem sieht man die weißen Strände und kleinen Bungalows. Wir haben zwar in einem Hostel übernachtet, das nicht direkt am Strand, dafür aber in einer dschungelartigen Gartenanlage liegt. Der Strand dazu war so, wie man es in den Reiseprospekten immer sieht: weißer Sand, Palmen, blaues Meer. Noch nie hab ich so feinen, weißen Sand gesehen!! Stellts euch ungefähr so vor: ihr liegt an diesem tollen Strand, badet im kristallklaren Meer und trink Fruchtshakes in ner chilligen Strandbar, während im Hintergrund Jack Johnson läuft...

Abends gabs dann noch ne Feuershow und ein paar Cocktails in der Strandbar. Und ein bisschen Sonnenbrand

Ko Larn

Falls wir mal nicht auf einer Insel übernachten wollen, gibt es auch die Möglichkeit einen Tag auf Ko Larn zu verbringen. Von Pattaya aus kann man direkt mit dem Schiff hinfahren. Auf der ca. 45 minütigen Fahrt kann man super entspannen und sich das Meer und die kleinen Inseln anschauen. Ich, als alter Konstanzer, hab das Fähre fahren ja schon fast vermisst...

Auf der Insel gibts dann allerdings nicht mehr zu tun als sich in der Sonne und im Meer baden...

So, jetzt wisst ihr also, was ich so am Wochenende immer treib und wundert euch hoffentlich auch nicht mehr, warum ich so wenig Zeit hab euch zu schreiben.

Ich werd jetzt noch ins Kino gehen (The Reader, ein bisschen anspruchsvolle Unterhaltung muss hier auch mal sein!). In der Kinovorschau kommt immer so ne Art Werbesong für den thailändischen König. Total kitschig. Und wenn das kommt, muss man immer aufstehn... erinnert mich grad so n bisschen an den CSU Werbesong... oh nein, jetzt hab ich nen Ohrwurm!!! Wir sind stolz, wir sind stolz auf Bayern, stolz auf unser Land...

 

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