Bosch Trainee

Ach ja, da war ja noch was... Arbeit. Zugegeben es fühlt sich hier schon ein bisschen wie Urlaub an, wenn ich am Wochenende am Strand unter Palmen liege...

Aber das Leben besteht ja leider nicht nur aus Wochenenden. Mein Arbeitstag fängt morgens um halb sechs an, da muss ich nämlich aufstehn um den Minivan zu bekommen, der uns Boschler direkt zum Boschwerk nach Amata City fährt. Um halb sechs Abends hab ich dann Feierabend. Die Fahrten hin und zurück sind immer das Entspannendste an meinem Arbeitstag. Wir fahren durch tropische Landschaften, mit Palmengärten, Ananasfeldern und ab und zu mal nem Elefant am Straßenrand. Dazu läuft thailändische Mucke im Radio...

Die Arbeit selber ist eigentlich ganz gut. Ich arbeite im Bereich Purchasing (Einkauf) hauptsächlich für ED (Electrical Drives) und DS (Diesel Systems) Projekte (wen tatsächlich interessiert, was genau das ist, darf mich gerne fragen oder auf der Bosch homepage nachschauen). Meine Aufgabe besteht u.a. darin Kontakte zu Lieferanten und anderen Bosch-Werken auf der ganzen Welt zu knüpfen, was ich eigentlich ziemlich interessant finde. Klar, am Anfang war ich irgendwie ziemlich überfordert, weil alles so ungewohnt war und ich so viel Neues lernen musste (hab mich ja vorher nie mit Wischersystemen oder Einspritzanlagen beschäftigt...). Aber ich denk mal, ich hab mich inzwischen ganz gut eingearbeitet.

Auch meine Kollegen sind alle super nett. Ich bin in genau der richtigen Abteilung gelandet, da sitzen nämlich die witzigsten Leute drin, mit denen man richtig gut feiern kann. Am Freiteg gabs ne kleine Party, zum Abschied für meinen Vorgänger und für mich als Willkommensparty, mit Karaoke und Bowling. Beim Karaoke hab ich natürlich alle mit meinem unfassbaren Gesangstalent beeindruckt (Yesterday, all my trouble seems so far away...). Beim Bowlen konnt ich dafür niemand beeindrucken, jeder der mich schon mal Bowlen gesehen hat, weiß warum. Is schon doof, wenn ich die Bowlingkugel immer geradewegs in die Bande reinroll... Ich glaub an dem Abend bin ich deswegen in der Beliebtheitsskala von meinem Chef ein paar Plätze nach unten gerutscht. Der hatte ne krasse, aber sehr erfolgreiche Bowlingtechnik drauf. Japaner halt... das nennt man dann wohl "Kaizen": die kopieren irgendwas, verbesserns dann aber fast bis zur Perfektion. Tja, da können wir Europäer bald einpacken, würd ich sagen (Ok, meine Bowlingkünste repräsentieren jetzt ja auch nicht gerade Europas Potential...)

Ja, jetzt wollt ich eigentlich was über meine Arbeit erzählen und red schon wieder übers feiern...

Aber ich muss sagen, ich freu mich schon auf die Aufgaben, die mich noch erwarten, weil es nämlich jetzt, wo ich mich einigermaßen auskenn, immer interessanter wird. Ich gebs zu, ich hab auch ein bisschen Bammel, dass ich alles verbock und am Ende dann verantwortlich bin für den Untergang von Bosch Thailand!!! (An dieser Stelle bitte ich um zahlreiche, aufmunternde Gästebucheinträge, wie z.B. "Airis, du bist so unglaublich K-L-U-G und schaffst das mit links und Augen zu" oder "in spätestens einem Monat schmeißt du den Laden allein")

Ich wünsch auf jeden Fall allen meinen Praktikantenkollegen (ehem. Studentenleidensgenossen) on se whole world ganz viel Spaß und Freude an der Arbeit!

Rock'n'Praktikum

1 Kommentar 30.3.09 18:38, kommentieren

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Pattaya

Nachdem ich jetzt ja schon einen Monat hier bin, hab ich auch schon einiges von Pattaya gesehen. Ich muss sagen, dass es sich hier eigentlich ganz gut leben lässt. Den meisten von euch hab ich ja schon erzählt, was man so über diese Stadt sagt und sie hat durchaus einen, naja, gewissen Ruf, der auch gewisse Touristen mit einem bestimmten Ziel anzieht.

Ja, gut, Pattaya is ein einziger, riesiger Puff!!! Überall in der Stadt sieht man alte, westliche Männer mit jungen thailändischen Frauen (ab und zu auch mal mit jungen thailändischen Männern), so dass man solche Paare praktisch als Wahrzeichen der Stadt bezeichnen könnte. Zentrum des "Amusements" ist die "Walking Street", sowas wie die Reeperbahn in Hamburg, nur dass die Nutten hier nicht so aggressiv gegenüber anderen Frauen und nicht in Schaufenstern ausgestellt sind. Thailändische Höflichkeit und Zurückhaltung...

Ok, sieht man davon jetzt mal ab, bleibt zwar von Pattaya nicht mehr viel übrig, aber das was bleibt, ist eigentlich ganz gut. Ich bekomm hier alles was ich haben will (dank großer, westlicher shopping malls), es gibt viele nette kleine Bars und Restaurants (weit weg von der Walking Street) und es wird hier sicherlich nicht langweilig. Klar, der Strand hier ist auch nicht gerade der Burner, aber unter der Woche hab ich sowieso keine Zeit dahin zu gehen und am Wochenende hab ich genügend Zeit, um an schönere Strände in der Nähe zu gehen.

Alles in allem, lässt es sich hier ganz gut aushalten. Und Wochenenden, Feiertage und meinen Urlaub kann ich dazu nutzen, mehr von Thailand zu sehen...

29.3.09 12:20, kommentieren

Erste Eindrücke und Missverständnisse

Vor genau 4 Wochen und 4 Tagen bin ich mit einer dreiviertel Stunde Verspätung am Bangkoker Flughafen angekommen. Wie zu erwarten hat mich die Hitze erstmal umgehauen und schon zwei Minuten nachdem ich aus dem Flugzeug ausgestiegen bin, lief mir der Schweiß. Einen Temperaturunterschied von über 40 Grad merkt man halt doch...

Naja, das war nach der Ankunft aber eher mein geringstes Problem, da ich nämlich seeeeeehr dringend aufs Klo musste (das kennen wir doch alle, oder, Mo, Thea?). Schwitzend und mit einem unangenehmen Druck auf der Blase hab ich dann erst mal Ausschau nach einer Toilette gehalten und dann natürlich gleich eine gefunden, die außer Betrieb war. Ok, ruhig bleiben und weiter suchen. Ein paar Meter weiter gabs nochmal eine und ich bin erleichtert in eine Kabine gehechtet. Was sehe ich? Die Kloschüssel ist halbvoll mit Wasser, der Boden ist naß. Ich konnte es echt nicht fassen, hatte ich es wirklich wieder geschafft eine verstopfte Toilette zu finden??? Also wieder raus und in die Toilette auf der anderen Seite des Gangs, wo ich natürlich zuerst anstehen musste. Als ich dann ENDLICH wieder in einer Kabine war, wieder dasselbe. Das kann doch nicht sein!! Kamikazemäßig hab ich dann einfach mal zuerst die Spülung gedrückt, in der Hoffnung keine Überschwemmung zu verursachen. So hab ich dann festgestellt, dass die Klos hier einfach anders funktionieren. Darauf bereitet einen kein Reiseführer vor! Naja, das war also Missverständnis Nr.1.

Weiter gings dann durch den ganzen Flughafen, Gepäck abholen, auschecken, Visum kontrollieren lassen, keine Probleme!

Meinen Fahrer hab ich nach ein bisschen Suchen dann auch gefunden. Leider konnte der kein Englisch, war aber nicht so schlimm, da man sich trotzdem verstanden hat. Ein kleines Missvertändnis gabs aber trotzdem, als er mir nämlich die Hand entgegengestreckt hat und ich diese, ganz in deutscher Manier, genommen und kräftig geschüttelt hab. Mir ist leider zu spät eingefallen, dass man in Thailand keine Hände schüttelt und der gute Mann mir nur mein Gepäck abnehmen wollte. Egal...

Nach ca. 1 1/2 h Autofahrt bin ich dann in Pattaya, meiner neuen Heimatstadt, angekommen. Ich bin hier in einer schönen Pension mitten in der Stadt einquartiert und hab in meinem Zimmer eigentlich alles was ich brauch, also Bad, Kühlschrank, TV und Internet. Küche brauch ich keine, da ich Mittags in der Bosch Kantine essen kann und mir Abends und am Wochenende ein leckeres Essen im Restaurant oder Imbiss leisten kann.

Bin dann am selben Abend noch ein bisschen rumgelatscht und hab mir die Gegend angeschaut. War schon krass, weil alles so anders ist, irgendwie chaotischer, dreckiger... mein größtes Problem hatte ich mit dem Verkehr. Erstens musste ich mich auf Linksverkehr einstellen und dann gibts hier nicht mal Zebrastreifen oder Fußgängeramplen (ok, doch, gibts, aber juckt keine Sau). Wie soll man also bei mega Verkehr ne vierspurige Straße überqueren? Inzwischen hab ich mich aber daran gewöhnt und überfahren worden bin ich bis jetzt ja auch noch nicht...

29.3.09 11:28, kommentieren

Hallo Leute!

 

Willkommen in meinem Thailand Blog! Wenn ich es schaffe, regelmäßig zu schreiben (und das hab ich mir fest vorgenommen), könnt ihr hier lesen, wie mein neues Leben in Thailand so aussieht. Es gibt nämlich viel zu erzählen...

Tja, wo fang ich an? Bin ja jetzt schon ne Weile hier und hab schon einiges erlebt!

Also von Vorne...

29.3.09 10:09, kommentieren