Sukhothai

Nachdem ich ein paar aufregende Tage in und um Chiang Mai verbracht hatte, musste ich schließlich Abschied nehmen. Denn ein Reiseziel lag noch vor uns: Sukhothai, eine alte Ruinenstadt und erste Hauptstadt Thailands. Wir sind mit dem Bus hingefahren, ungefähr fünf Stunden. Das war eigentlich eine sehr angenehme Fahrt, bei der ich meine Musik hören und mir die tolle Landschaft anschauen konnte. Außerdem hab ich schon viel schlimmere Busfahrten überstanden (ich sag nur POLEN). In New Sukhothai sind wir dann in einem Guesthouse untergekommen und wieder haben wir einen Volltreffer gelandet, weil dieses wunderschöne Guesthouse (das hieß übrigens Sukhothai At Home) mit seinem zum Palmengarten offenem „Wohnzimmer“ wirklich eine Oase der Ruhe war. Ich weiß, hört sich kitschig an, aber wenn man in Pattaya wohnt, dann kommt einem ein solcher Ort tatsächlich wie das Paradies vor…
Da der halbe Tag schon vorbei war und wir nicht mehr groß was unternehmen wollten, sind wir einfach mal durch die Stadt gelatscht. „Stadt“. New Sukhothai lässt sich wohl am treffendsten als Kaff bezeichnen. Nicht besonders groß, nicht wirklich was Besonderes zu sehen und schon sehr ländlich angehaucht. Auf den Straßen waren auch so gut wie keine Leute zu sehen. Das lag aber wohl daran, dass es brutal heiß war, so um die 40°. Deshalb sind wir dann auch bald wieder zurück ins Guesthouse, um uns mit einer kalten Dusche und Ananasshakes abzukühlen. Den restlichen Tag hab ich dann gemütlich in einem Liegestuhl auf der Veranda verbracht, gelesen und ab und zu mit dem süßen kleinen Welpen unserer Gastgeber gespielt. Auch zum Abendessen konnten wir im Guesthouse bleiben, da praktischerweise ein kleines Restaurant dabei war. Und das Essen da war wirklich absolut lecker!! Eines der besten Sachen, die ich hier bis jetzt gegessen habe…

Am nächsten Tag hieß es dann Sightseeing in Old Sukhothai. Am Eingang des Ruinenparks konnte man Fahrräder mieten und so sind wir dann auf klapprigen, rosanen Drahteseln durch den Park geradelt. Überall standen zerfallene Tempel, riesige Steinchedis und natürlich Buddhas in allen Größen und Formen, umgeben von einer gepflegten Landschaft mit hohen Bäumen und Seen. Schließlich haben wir noch eine längere Fahrradtour ins Umland gestartet, da außerhalb des Parks einige kleinere Ruinen verstreut waren, manchmal direkt an der Straße, manchmal versteckt im Wald. Um die Ruinen zu finden, hieß es, sollten wir immer der Straße folgen. An der ersten Kreuzung wars dann aber schon wieder vorbei mit der Orientierung. Wir sind dann einfach mal den roten Pfeilen auf der Straße gefolgt, fest davon überzeugt, dass wir in die richtige Richtung fahren. Irgendwann haben wir dann aber gemerkt, dass diese Pfeile auf beiden Straßenseiten waren und einfach in jede Richtung zeigen. War klar… Aber wir haben dann schnell den richtigen Weg gefunden und sind schließlich wieder im Park angekommen. Rast haben wir in einem kleinen Cafe am Straßenrand gemacht, wo ich einen unglaublich guten Limonen-Mangoshake, mit Mangos aus der hauseigenen Plantage, getrunken hab…
 

Das war dann leider auch schon der letzte Tag meines Nordthailand-Trips. Am nächsten Tag gings wieder mit dem Bus über Bangkok zurück nach Hause, wo uns Songkran in seinen letzten Zügen erwartet hat. Das hieß Mega-Stau und ein paar wenige, die es noch nicht müde waren Wasser zu spritzen. Am Ende wars einfach nur nervig…
 

Insgesamt war die Woche ein echtes Erlebnis. Songkran, Chiang Mai, Dschungel, Sukhothai und v.a. endlich mal wieder grüne Natur! Man merkt halt doch, ich bin ein Kind vom Land…

12.5.09 14:50

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